CDU Kreistagsfraktion Warendorf  
31.07.2026, 09:50 Uhr

Mehr Chancen für die Kultur im Kreis Warendorf
LWL stärkt professionelle Künstler und ländliche Räume

Münster/Kreis Warendorf. Der Landschaftsausschuss der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe (LWL) stellt die Weichen für eine gezieltere Kulturförderung, von der auch der Kreis Warendorf maßgeblich profitieren kann.

Die Anpassung des bisherigen „LWL-Freie-Szene-Fonds“ zum neuen „LWL-Fonds für Professionelle Künste“ sowie eine geplante Entlastung des LWL-Kulturfonds um 120.000 Euro für das Jahr 2027 wurden positiv beschlossen.

 

Stephan Schulze Westhoff, Mitglied der CDU-Fraktion in der LWL-Landschaftsversammlung und Vertreter für den Kreis Warendorf, sieht in dieser Neuausrichtung erhebliche Chancen für die heimische Kulturlandschaft:

„Mit dem geschärften Profil des ‚LWL-Fonds für Professionelle Künste‘ schaffen wir eine klare Struktur, die unseren freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern im Kreis Warendorf neue Perspektiven bietet. Besonders die Programmlinie zur Wiederaufnahmeförderung ist ein echter Gewinn für unsere Region. Sie setzt einen klaren Schwerpunkt auf den ländlichen Raum als Spiel- und Ausstellungsort.

Das bedeutet konkret: Erfolgreiche Kulturprojekte können leichter zu uns in die Städte und Gemeinden des Kreises geholt werden. Das stärkt die Attraktivität unserer Heimat, belebt die Kulturszene vor Ort und bringt hochkarätige Kunst direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern.“

Gleichzeitig sorgt die Neuausrichtung für eine wichtige Abgrenzung zum klassischen LWL-Kulturfonds. Während der neue Fonds sich explizit auf die professionelle künstlerische Praxis und nachhaltige Entwicklungsprozesse konzentriert, bleibt der bewährte LWL-Kulturfonds die zentrale Anlaufstelle für ein breiteres Feld von Antragstellern – wie beispielsweise ehrenamtliche Kulturschaffende, Heimatvereine oder für Publikationszuschüsse.

 

Die ebenfalls beschlossene Entlastung des LWL-Kulturfonds in Höhe von 120.000 Euro für das Jahr 2027 sichert wichtige Dauerförderungen ab. Schulze Westhoff betont dabei die solide haushalterische Umsetzung: „Besonders wichtig finde ich, dass diese Maßnahmen nicht zu einer Haushaltsbelastung führen. Die Summe wird im kommenden Haushaltsjahr nicht budgeterhöhend eingeplant. Die Kompensation erfolgt streng durch Einsparungen, Konsolidierung oder bisher nicht realisierte Drittmittel. In Zeiten knapper Kassen beweisen wir damit verlässliche Kulturpolitik mit Augenmaß und finanzpolitischer Verantwortung.“

Durch die klare Profilierung beider Förderinstrumente erwartet der Kreis Warendorf eine gezieltere Unterstützung sowohl für die professionelle Kulturszene als auch für das so wichtige ehrenamtliche Engagement vor Ort.