CDU Kreistagsfraktion Warendorf  
02.06.2026, 10:33 Uhr

Erfolg fürs Münsterland
Wieder Dorfentwicklung möglich und schnellere Verfügbarkeit von Gewerbeflächen

„Landesentwicklungs- und Regionalplanung sind eng miteinander verzahnt. Daher bringen wir uns als Regionalrat und insbesondere als CDU-Fraktion im Regionalrat Münster intensiv in den Beteiligungsprozess zum Landesentwicklungsplan NRW ein“, teilt Fraktionsvorsitzender Guido Gutsche der Presse mit. Denn die Regionalplanung regele nicht nur, was wo gemacht werden darf, sondern auch wie. Im mittlerweile jahrelangen Austauschprozess mit dem Land habe man für die Region viel erreichen können.

Die zweite Offenlage der 3. Landesentwicklungsplan(LEP)änderung, zu der der Regionalrat in den letzten Tagen eine erneute Stellungnahme abgegeben habe, zeige, dass wichtige Kernforderungen der Region aufgenommen wurden. Gutsche: „Insbesondere die Wiederaufnahme der Entwicklungsmöglichkeiten von Dörfern um 2000 Einwohner ist gelungen, dazu scheint nach unseren Eingaben in Münster eine angemessene Weiterentwicklung von Nahversorgungsmärkten von 800 auf 1200 qm auch auf Bestandsflächen außerhalb sog. integrierter Lagen gesichert zu sein.“ Damit wolle man gerade den kleineren Ortschaften die Lebensmittelnahversorgung sichern und den Lebensmittelanbietern Perspektiven schaffen. Besonders wichtig sei der CDU-Fraktion die Lösung eines der größten wirtschaftlichen Entwicklungshemmnisse in Regional- und Landesentwicklungsplanung gewesen. Nämlich Kommunen und Gewerbe eine schnellere Flächenverfügbarkeit zur Verfügung stellen zu können. Gutsche: „Die Verankerung unseres neuen Münsterländischen Potentialflächenmodells in den LEP ohne erneute Regionalplanänderung bei erforderlichen Flächentauschen ist neben der Dorfentwicklung die große Neuerung für unsere Region, für die wir uns lange eingesetzt haben. Hier vor Ort, aber auch direkt in Düsseldorf.“ Neben Riesenvorteilen für jede Kommune basiere darauf auch das in der Entwicklung befindliche zentrale Vermarktungsmodell des Münsterlands im nationalen und internationalen Wettbewerb der Regionen.

„Weiteren Ergänzungsbedarf im LEP sehen wir insbesondere bei den besonderen Mobilitätsanforderungen des dörflichen Raums und eine aus unserer Sicht dringend erforderlichen quotalen oder mindestens regionalisierten Steuerung beim Ausbau der Freiflächenphotovoltaik, damit nicht alles ins flache Münsterland strömt und uns andere Entwicklungsmöglichkeiten nimmt“, so Gutsche abschließend. Diese Themen wolle man jedoch nach Verabschiedung der 3. LEP-Änderung im kommenden Jahr angehen, denn es müsse auch zu den obigen wichtigen neuen Regeln Rechtssicherheit eintreten können.